
huMANNoid – Männer sind Menschen
Der Untertitel dieses Werkes („Männer sind Menschen“) geht nicht selbstverständlich als banale Feststellung durch, sondern kann auch als knackige These verstanden werden. Weil das so ist, braucht es dieses Buch.

Der Untertitel dieses Werkes („Männer sind Menschen“) geht nicht selbstverständlich als banale Feststellung durch, sondern kann auch als knackige These verstanden werden. Weil das so ist, braucht es dieses Buch.

Lust ist eine höchst angenehme Weise des Erlebens. Es gibt allerdings auch gute Gründe, auf Lustgewinn zu verzichten …

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass es erstrebenswert sei, möglichst viele „gute Gefühle“ zu erleben und die „schlechten Gefühle“ so weit möglich aus unserem Leben zu verbannen. Das ist verständlich, aber so verpassen wir das Potenzial, das alle Gefühle für uns bereit halten.

Die Dynamik unserer Gefühlswelt ist eines der am meisten missverstandenen Phänomene des Lebens. Die meisten Menschen in unserer Kultur gehen davon aus, dass es erstrebenswert sei, nur „gute Gefühle“ zu erleben und die „schlechten Gefühle“ so weit wie möglich aus unserem Leben zu verbannen. Doch Gefühle, die wir nicht spüren wollen oder können, sind damit nicht weg. Wir packen sie lediglich in unseren „emotionalen Rucksack“, von wo aus sie unser Leben mehr steuern als die meisten Menschen ahnen, und zwar …

Sind Männer und Frauen noch zu retten? Wer die einschlägigen Hashtag-Debatten zu diesem Thema verfolgt, braucht starke Nerven, um an dieser Frage nicht zu verzweifeln. „Es muss endlich Schluss sein mit Sexismus, sexueller Gewalt und Belästigung!“, rufen die einen, „Rettet die Erotik und den Sex“, halten andere dagegen. Unsere Hoffnungen und Ängste, unser Begehren und unsere Schutzbedürfnisse und unser höchst vielschichtiges Erleben droht zwischen Parolen unter die Räder zu kommen. Was muss geschehen, damit wir wahrhaft flirten lernen (und das …

Ist ein Flirtversuch immer klar von sexueller Belästigung zu unterscheiden? Auch wenn es manchem schon ein Sakrileg zu sein scheint, überhaupt nur diese Frage zu stellen: Eilert Bartels und ich haben dazu eine kleine Umfrage gestartet, an der fast 700 Personen teilgenommen haben. Ich finde die Ergebnisse durchaus aufschlussreich, obwohl die Umfrage zugegeben sehr knapp gehalten war. Dafür haben wir aber sehr viele Anregungen im freien Textfeld bekommen. Wenn die Ergebnisse mich eines gelehrt haben, dann das:

Die ursprüngliche Absicht der #metoo-Kampagne, sexualisierte Gewalt, sexuellen Missbrauch und sexuelle Belästigung in ihrem Ausmaß sichtbar werden zu lassen, wird weithin begrüßt, auch von mir. Doch in manchen Punkten scheiden sich die Geister. Einer davon: Ist ein Flirtversuch stets eindeutig von sexistischer Anmache zu unterscheiden? Hier die beiden konträren Standpunkte:

Männer stehen mal wieder im Rampenlicht der gesellschaftlichen Debatte und zwar insbesondere ihr Fehlverhalten im Zusammenhang mit Sex. Der Fall des Hollywood-Produzenten Weinstein, der über Jahrzehnte Frauen belästigt und missbraucht hat, brachte eine Lawine ins Rollen. Unter #metoo wird allerorten wild diskutiert, welches Ausmaß sexuelle Belästigung, sexualisierte Gewalt und Sexismus von Männern gegen Frauen hat und wie damit umzugehen sei. Zunächst hielten sich die Männer bedeckt
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